Über uns

Unsere Geschichte

Warum?...

Die Geschichte einer schönen Hundelaufbahn


Für diejenigen die mich nicht kennen: ich heiße „Olav del Trinitad“, ich bin ein gelber Boxer und habe am 29. März 2001 meinem 11. Geburtstag gefeiert. Ich lebe in einer großen Familie und bin nie ohne Zärtlichkeiten, und bin demzufolge richtig verwöhnt. Ich glaube, daß ich alles erreicht habe, was zu erreichen ist für jemanden wie mich, der es von einem gewöhnlichen Hund bis zum Schau- und Arbeitshund gebracht hat . Ich erinnere mich sehr wohl an meine erste Ausstellung, ich war damals 5 Monate alt und es war in Naast am 19. August 1990. Ich wurde als bester Welpe mit der Bewertung „Viel versprechend“ klassiert, und danach stand ich auf dem zweiten Platz im Ehrenring. Ich war sehr stolz auf diesen Erfolg, und war noch viel stolzer, als mein Herrchen sich nach diesem Sieg entschloß, mich am 9. September 1990 in Lille (Rijsel) auszustellen. Auch dort erhielt ich die Bewertung „Viel versprechend“ und landete auf dem 1. Platz. Einige Monaten später, am 16. Februar 1991, nahm ich an der Jugendklasse in Moucron (Moeskroen) teil und erhielt mein erstes „Ausgezeichnet“. Am gleichen Tag hatte ich das Glück, einen wunderschönen gestromten Rüden, „Lasko Van den Hazenberg“, kennen zu lernen, der in der Tat mein Vater war. Ich war sehr stolz auf ihn. Meine gelbe Farbe habe ich von meiner Mutter „Katia del Trinitad“ geerbt.

Am 13. Januar 1991 war unser Haus voller Feststimmung, weil mein Frauchen ein kleines Mädchen, Stéphanie, bekommen hat. Mein Herrchen brachte mir ein Paar Babysocken, die ich behalten dürfte und so konnte ich mich mit dem angenehmen Geruch unseres Babys vertraut machen. An dem Tag, als mein Frauchen nach Hause kam, schloß sie mich in die Arme und ich dürfte etwas näher an das Baby heran, und konnte zeigen, was für ein lieber Kerl ich war und wie glücklich ich war, sie beide zu Hause begrüßen zu dürfen. Stéphanie und ich wuchsen zusammen auf und wir mögen einander heute noch sehr, sehr gerne. An 23. März 1991 reisten wir nach Luxemburg ; dort bin ich international bekannt und Jugendsieger mit der Bewertung „Vorzüglich“ geworden. Ich bekam eine schöne Urkunde und einen schönen Pokal. Am 4. Mai 1991 bin ich in Brüssel „Vorzüglich 1“ geworden und habe den Titel „Belgischer Junior Winner“ bekommen.

Die größeren Kinder in unserem Haus waren sehr stolz auf mich, weil sie in der Schule erzählen konnten, was für einen schönen Boxerhund sie hatten. Am 6. Juni 1991 erwarb ich in Namur den Titel „Bester der Rasse“ und einen 4. Platz im Ehrenring. Ich konnte meinen Augen kaum glauben, als ich all die verschiedenen Rassen, große und kleine , defilieren sah und wußte nicht mehr wohin ich schauen sollte; es gab so viel zu sehen auf einer Hundeschau. Später, am 30. Juni 1991, meldete man mich zur Teilnahme in der Offenen Klasse an, wo ich „Vorzüglich 1“ erhielt. Als nächstes gelang mir „Vorzüglich 1 und Bester Rüde“ in La Louvière am 11 August 1991 ; danach „Vorzüglich 1, CAC-Reserve und CACIB- Reserve“ in St-Rombout am 7. September; „Vorzüglich 1“ in Roeselare am 22. September ; „Vorzüglich 1, CAC/CACIB-Reserve und IB“ bestätigt in Kortrijk am 16. November und zum Schluß „Bester der Rasse“ in Turnhout am 8. Dezember 1991.

In der Zwischenzeit hatte ich mit der Arbeit (Gebrauchshunde-Klasse) angefangen und habe meine ZTP am 20. Oktober 1991 in Kortenaken mit „Ausgezeichnet“ abgelegt. Danach, am 27. Juni 1992, habe ich ein C.Q.N. (Certificat qualité naturel) mit 162 von 200 Punkten bekommen. Nochmals vielen Dank an Gaétan, mein Führer des Tages, weil mein Herrchen verhindert war. Mein Herrchen hat sich am 18. Oktober in Courcelles jedoch revanchieren können, wo wir ein anderes C.Q.N. erhielten. Ich habe auch an zwei Nachtübungen (Nocturnes) teilgenommen. Es war herrlich! Insbesondere, weil ich der einzige Boxer war. Vielen Schutzdiensthelfern war meine Rasse unbekannt und sie wunderten sich über meine Leistungen. Ich habe in Courcelles noch den Wanderpokal „Charles Dupont“ mit 93 von 100 Punkten gewonnen und damit den 3. Platz erreicht.

    * Dann ging es zurück zur Ausstellung, dieses mal in der Arbeitsgruppe : Ausgezeichnet und CAC-Reserve in St-Ghislain am 23. August 1992 ;
    * Vorzüglich 1, CAC-Reserve und CACIB in Rotterdam am 30. August ;
    * Vorzüglich 1 am 4. Oktober in Charleroi und zum Schluß,
    * am 27. September CAC-Reserve und Klubsieger (König) in Kortenaken. Was für ein herrlichen Tag ist das gewesen ! Der Pokal „König“ war prächtig ! Ich war sehr stolz und meine Besitzer sind noch stolzer gewesen. Ich habe auch noch den 1. Platz in den Arbeitsklassen 1992 und 1993 in Hoogstraten, Moucron, Oostende, Spécial Nord-Pas-De-Calais und in Kempen geschafft. Weiter ging es zu meinem ersten großen Wettkampf ATIBOX 1994 in Sochaux. Ich war eingetragen in R.C.I. 1. Dort mußte man jeden Tag arbeiten, was nicht einfach war. Aber Jacques, mein Ausbilder, war mit meine 4. Platz und der Punktezahl 263 von 300 zufrieden.

Mein Herrchen und ich haben auch andere Erfahrungen und Fehlschläge gehabt. Die größte Enttäuschung wahr, ohne Zweifel, die ATIBOX 1995 in Rom bei der Fährtensuche... Dort gilt nicht nur das Sprichwort „Ohne Fleiß kein Preis“ - nicht nur die Arbeit zählt, dort muß man auch etwas Glück haben - das Glück das ab und zu auf sich warten läßt ! Diejenigen, die sich so viel Mühe geben ihren Hund auszubilden, können sich leichter meine Enttäuschung vorstellen, wenn alles wie ein Kartenhäuschen zusammen stürzt. Ein ganzes Jahr Üben, Reisen und Hoffen und dann die Rückkehr, ein Herz voller Schmerz und, obwohl alle sagten, ich hätte mein Bestes gegeben, sah ich doch Tränen auf den Wangen fließen. Aber, wie meine Menschen im Wagen anfingen über die nächste Schau zu reden, fühlte ich mich sehr wohl und wußte, daß sie mir nicht böse waren und sie mich sehr gern hatten !

Später wurde mir die Gelegenheit geboten, um zusammen mit Lasko an einem Gruppenwettkampf in Wickrath teil zu nehmen. Wir formten ein schönes und berühmtes Paar und gewannen den 3. Platz. Papa war gewaltig stolz auf mich, seinen Sohn, der ihm nun gleichwertig geworden war. Auf der ATIBOX 1996 in Prag gelang mir der 3. Platz, also ein Platz auf dem Podium; was für ein Ausgleich für unser Mißgeschick vom letzten Jahr! Wir haben damit die höchste Klasse übertroffen, dank unserer 273 Punkte. Diesmal begriff ich auch gleich, daß die Tränen auf den Wangen Tränen von Freude und Glück waren. Aber der Höhepunkt meiner Karriere war, ohne Zweifel, der Bundessieger 1996 in Aachen, wo ich mit 283 Punkten den zweiten Platz errang. Um an diesem Kampf teilnehmen zu dürfen, mußte man alle erforderlichen Anwartschaften abgelegt haben. Nachdem ich nun an 16 Wettkämpfen SCH und RCI teilgenommen hatte, wobei ich zweimal mit „Vorzüglich“ abgeschlossen hatte, entschlossen wir - mein Herrchen und ich - meine Wettkampflaufbahn zu beenden, damit ich noch einen wohlverdienten Ruhestand genießen konnte.

Die Stadt Enghien hat uns am 18. Januar 1997 geehrt und uns eine Medaille und eine Trophäe „Verdienstvoller Sport“ überreicht. Wir möchten uns bei allen, die uns unterstützt haben, sowohl im Schau- als im Arbeitsgruppensport, ganz herzlich bedanken.


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Abschiedsgruß an einem Freund

Abschiedsgruß an einem besonderen Freund

Heuten morgen, am 18. Februar 2003, bist Du von uns, die Dich liebevoll mit Abschiedsküssen und Streicheln umringten, gegangen und zu Hause eingeschlafen. Wir liebten Dich bis zum letzten Atemzug. Was für uns Trauer bedeutet war für dich sicher eine Erlösung, da Du endlich nicht mehr leiden mußtest. Das Alter, das solange auf sich warten ließ, war plötzlich da. Seit Weihnachten brauchtest Du medizinische Unterstützung; Du warst am Ende deiner Reise angekommen. Du wärest am 29. März 13 Jahre alt gewesen.

Du wärest am 29. März 13 Jahre alt gewesen. Deine ersten grauen Haare bekamst Du mit 10 Jahren und als 12-jähriger warst Du noch immer ein prächtiges Tier; das „Boxer-Kalender 2003“ Bild beweißt, wie majestätisch Du im Schnee im Januar posiert hast; wir waren so stolz auf Dich ! Wir sind so dankbar, daß wir Dich so lange bei uns haben durften. Daß einzige, was wir bereuen ist, daß Du keinen Nachwuchs hinterlassen hast. Du besaßt so viele gute Eigenschaften, Du warst so ausgeglichen, Du hättest mit Sicherheit viel für die Verbesserung deiner Rasse beitragen können.

Ich werde hier nicht über deine fabelhafte Laufbahn abschweifen, die alle kennen, sogar im Ausland. Heute noch, nach so vielen Jahren, lebst Du noch in der Erinnerung von so vielen. Zuhause warst Du der Patriarch, ein Alleinherrscher von allen respektiert; Du dürftest überall hin gehen, sogar in die Kinderabteilung, wo Du die Welpen beschnuppern durftest, ohne das jemals eine Hündin dich angeknurrt hätte. Du warst der ideale Freund der Kinder und immer mitschuldig an deren Spiel. Obwohl Du einen Titel in „Verteidigung“ besaßt, warst Du nie aggressiv und Fachleute wissen, daß genau solche Hunde einen sehr hohen sportlichen Wert haben. Selbstverständlich ist der Boxer eine guter Wachhund, er würde sein Leben opfern für seine Familie, er ist mutig und doch so freundlich mit Kindern. Gerade deswegen sind wir solche passionierte „Boxer-Liebhaber“ geworden. Es klingt vielleicht blöd, aber wir konnten uns ein Leben ohne Dich nicht vorstellen, es ist als ob Du ein integraler Teil unserer Familie gewesen bist. Du bist zusammen mit unseren Kindern aufgewachsen, Du hast einen Platz in unserem Haus, all diese Erinnerungen behalten wir tief in unserem Herzen.

Wir danken Dir Olav und glauben, daß Du bei uns glücklich gewesen bist; Du hast uns auch glücklich gemacht, nicht allein weil Du so lange bei uns geblieben bist, sondern weil auch Du uns viel Liebe gegeben hast. Wir werden Dich nie vergessen und dein Name wird in allen Welpen aus unserem Zucht fortbestehen, weil alle den Namen „DU JARDIN D’OLAV“ zu deinem Gedächtnis tragen werden. Ich erinnere mich an einen Ausspruch beim Ableben einer Verwandten: „ ...daß der Verlust nicht die Freude nimmt Dich gekannt zu haben“. Was auch in Zukunft geschehen mag, wir versprechen, Dir treu zu bleiben und schwören, die Boxer-Rasse nie zu verleumden und alles Mögliche zu tun, um die Rasse in unseren Würfen zu verbessern. Wir möchten auch noch René und Colette Lanoy, deinen Züchtern danken, die aus der Paarung von „Katia del Trinitad“ und „Lasko Van den Hazenberg“ diesen wunderschönen Hund, der du warst, an uns verkauft haben.

Wir werden Dich SEHR vermissen, aber du bist nicht weit, wir wissen, daß Du im Hundehimmel all deine Pracht und Herrlichkeit und deine Lebensfreude widergefunden hast – und das tröstet uns.

Deine Familie: Patricia, Nicolas Limon und Ihre Kinder

Übersetzt durch Vangrambesen Josephine